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Geschichte

Klosterkirche mit Klostergebäude

Die Klosterkirche mit dem ehemaligen Klostergebäude prägt das Stadtbild Traunsteins seit dem 17. Jahrhundert und weist eine wechselvolle Geschichte auf.

1690 weiht der Salzburger Fürstbischof Ernst Graf von Thun das Kloster mit der betont schlicht gehaltenen Klosterkirche nach dreijähriger Bauzeit ein. Als im Zuge der Säkularisation das Kloster des Kapuzinerbettelordens 1806 geschlossen wird, versteigert man das Inventar der Kirche und nutzt sie als Getreidespeicher.

Mitte des 19. Jahrhunderts erwirbt die Stadt Traunstein die Kirche mit dem verbliebenen Klostergebäude von der oberbayerischen Regierung und baut die Räumlichkeiten zur Mädchenschule mit Schulküche um. 1857 übernehmen die Englischen Fräulein das Kloster. Noch im selben Jahr wird die Klosterkirche erneut geweiht. 1866 erhält sie einen Glockenturm.

Nach dem Ende des Nationalsozialismus überlässt die Stadt Traunstein der Pfarrkirchenstiftung St. Oswald das Gotteshaus als Schulkirche. 1978 wird das nun denkmalgeschützte Gebäude endgültig entweiht. Wenige Jahre später erwirbt schließlich die Große Kreisstadt den Gebäudekomplex an der Ludwigstraße zurück.

Nach einer Renovierung zieht die Städtische Galerie Anfang der 1980er-Jahre in die Obergeschosse des Südflügels des ehemaligen Klostergebäudes ein. Seit 1993 veranstaltet außerdem die Kulturfördervereinigung „ARTS“ im früheren Gotteshaus Ausstellungen und Konzerte.

Die Stadt Traunstein saniert und modernisiert das denkmalgeschützte Ensemble Klosterkirche. Die Bauarbeiten haben im Frühjahr 2017 begonnen, die Fertigstellung ist für Herbst 2019 geplant.

Klosterkirche 1957 © Stadtarchiv Traunstein
Klosterkirche historisch Innenansicht © Stadtarchiv Traunstein
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